Ey, ab in den Süden… mit der U1

Ey, ab in den Süden … mit der U1
mit ImmoABS zum Bauabschnitt U1/9, Station Altes Landgut

Frei nach dem Sommerhit „Ab in denSüden” bot sich am 11.06.2015 für 20 ImmobilienexpertInnen von ImmoABS die einmalige Chance, eine der größten und spannendsten STRABAG-Baustellen im Untergrund Wien – die U1-Verlängerung nach Oberlaa – zu besichtigen. Mit einer Gesamtverlängerung von 4,6 km und fünf neuen Stationen wird die U1 dann Wienslängste U-Bahnlinie (19,3 km). Bauherr sind die Wiener Linien, 90 % der Bauleistungwerden durch die STRABAG abgedeckt.

„Die Trasse des Bauabschnitts U1/9 Altes Landgut der U1-Süd-Verlängerung nach Oberlaa verläuft über den gesamten Baulosbereich in Tieflage. Sie erstrecktsich von der Baulosgrenze U1/8 in Höhe des FH-Campus in der äußeren Favoritenstraße in einem leichten Linksbogen bis zum Schacht Altes Landgut undunterquert den Verteilerkreis Favoriten sowie den Laaerbergtunnel der A23. (Info-Broschüre der Wiener Linien).

Treffpunkt für die Exkursion war das Info-Center der Wiener Linien am Verteilerkreis. Den Beginn der Führungbildete eine Präsentation der STRABAG, gespickt mit äußerst interessanten Hintergrundinformationen, gefolgt von einer virtuellen U-Bahn-Fahrt entlang der neuen Trasse. Anschließend ging es über den Schacht Katharinengasse in die Tiefe, durch den Stationstunnel bis zum Schacht Altes Landgut, wieder an die Oberfläche.

Besondere Herausforderungen dieses Bauprojektes:

Im Bereich Verteilerkreis lagen Naturschutzflächen, die von Feldhamstern besiedelt waren. Es galt, diese vor Baubeginn umzusiedeln. Kein leichtes Unterfangen, aber es gelang … ohne Verluste bei der Hamsterpopulation.

Um überhaupt trocken bauen zukönnen, mussten auf einer Baulänge von 800 m insgesamt 170 Brunnen errichtet werden.

Die Unterquerung der A23 war ebenfalls eine Glanzleistung. Bereits im Vorfeld wurden im Zuge der Sanierung des A23-Tunnels durch die ASFINAG Schlitzwandelemente verstärkt und die neue Betonfahrbahn zusätzlich bewehrt. Während der Unterfahrung (5m unter dem A23-Tunnel) wird der Tunnel laufend durch ein eigenes Messsystem ober- und untertags beobachtet.

Die größte Herausforderung waren sicherlich die Haussicherungen. Im Bereich der Favoritenstraße nördlich des Verteilerkreises mussten die Fundamente der Häuser verstärkt werden. Bereits zwei Jahre vor Baubeginn sicherte man sich daher Servitute, um unter den Hauskellern graben zu können. Als es dann soweit war, wurden die Keller evakuiert, dann die Baumaßnahmen getätigt und die Keller anschließend wieder rückgesiedelt. Pro Haus standen dabei nicht mehr als drei Monate zur Verfügung. Diese Baumaßnahmen waren nicht – wie man vielleicht vermuten würde – nur zum Nachteil der Anrainer. Im Zuge der Fundamentverstärkungen wurden die Keller nämlich auch gleich saniert (zB neue Kellertüren eingebaut und das Mauerwerk saniert etc.) und etwaige vorhandene Mängel (wie zB undichte Kanalrohre) beseitigt. Eine Win-Win-Situation für alle.

Abschließend eine wichtige Information für die ImmobilienexpertInnen: Nach Fertigstellung des Bauabschnittes ist mit einer Steigerung der Immobilienpreise von 20-50 % zu rechnen.